Wie reagiere ich auf eine Abmahnung?

Wichtig und in der alltäglichen anwaltlichen Praxis von ganz bedeutender Relevanz ist die richtige Reaktion auf eine Abmahnung.

 

Hierbei unterlaufen juristischen Laien häufig Fehler, die noch mehr Kosten verursachen, als eigentlich ursprüngliche bereits durch die Abmahnung entstandene bzw. geforderte Kosten.

 

Wichtig ist, dass Sie die Abmahnung nicht von Beginn an ignorieren, indem Sie einfach nichts tun.

 

Hierdurch laufen Sie Gefahr, dass der Abmahnende möglicherweise eine einstweilige Verfügung gegen Sie erwirken wird, deren Kosten Sie grundsätzlich zunächst zu tragen hätten.

 

Lassen Sie sich beraten!

 

Mögliche Reaktionen auf eine Abmahnung sind:

 

1. Abgabe der geforderten Unterlassungserklärung

 

Hierbei muss beachtet werden, dass aus der Erfahrung der Praxis häufig die vorgeschlagenen Unterlassungserklärungen zu weit gefasst sind und meist auch eine Zahlungsverpflichtung beinhalten.

Eine solche Zahlungsverpflichtung sollten Sie auf keinen Fall unterschreiben!

 

 

2. Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung

 

Der häufigste Fall gegen eine Abmahnung vorzugehen, ist es, eine sog. modifizierte Unterlassungserklärung gegenüber dem Abmahnenden abzugeben.

Diese sollten Sie aber auf keinen Fall selbst zusammenstellen. Auch sind hier Empfehlungen aus dem Internet sehr kritisch zu betrachten.

 

Überlassen Sie dies lieber jemandem, der sich damit auskennt.

 

Die Gefahr trotz der Abgabe einer modifizierten und zugleich unzureichenden Unterlassungserklärung eine einstweilige Verfügung zu erhalten, ist sehr groß!

 

 

3. Abmahnung zurückweisen

 

Es besteht auch die Möglichkeit, eine Abmahnung z.B, als rechtsmißbräuchlich zurückzuweisen.

Auch hier sollten Sie zuvor juristischen Rat einholen!